30 Jahre Wiedervereinigung - Ein Zeitzeugen-Gespräch mit Johannes Gerster am 21. Oktober

Johannes Gerster ist ein Mann mit ganz eigenen Erinnerungen an die Deutsche Einheit. Der 79-Jährige zählte in den Wendejahren zum inneren Kreis derer, die den Zusammenschluss der beiden deutschen Staaten vorbereiteten. Als innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wirkte er entscheidend an der Anpassung der beiden Rechtssysteme mit. Dabei dürfte ihm das Scheitern des DDR-Regimes auch ganz persönlich einige Genugtuung gebracht haben.

© pcm / Bernd Eßling
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Die Veranstaltung wird live gestreamt.
Alle Infos am Ende dieser Seite.


Denn bereits 1974 war er Sprecher seiner Partei im Untersuchungsausschuss zur „Guillaume-Affäre“ - wahrscheinlich einer der Gründe, warum er von der Staatssicherheit der DDR als „Staatsfeind“ klassifiziert wurde. Dies und die Tatsache, dass sich Erich Mielke höchtspersönlich mit seinem Fall beschäftigte, erfuhr er später aus seinen Stasi-Akten. Dass diese Unterlagen für ihn und andere Betroffene überhaupt zur Einsicht zur Verfügung stehen, ist übrigens ebenfalls sein Verdienst.

 

 

 

Seine persönlichen Erinnerungen über das, was in Bonn und Ost-Berlin vor und hinter den Kulissen geschah, schildert Gerster in seinem neuen Buch „Die Wiedervereinigung 89/90 - Ich war mittendrin“, das im Leinpfad-Verlag erschienen ist.

 

Hintergrund

Foto: ©www.johannes-gerster.de
Foto: ©www.johannes-gerster.de

Johannes Gerster galt als enger Vertrauter Helmut Kohls, dem er schon früh in Mainz begegnete. Nach seinem Eintritt in die CDU im Alter von 19 Jahren war Gerster von 1972 bis 1976 sowie von 1977 bis 1994 Mitglied des Bundestags, dort innenpolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion.

 

In Rheinland-Pfalz hatte er zudem von 1993 bis 1997 das Amt des CDU-Landesvorsitzenden inne. 1996 war er Spitzenkandidat für die Landtagswahl, später übernahm er den Vorsitz der CDU-Fraktion im rheinland-pfälzischen Parlament.

In den vergangenen Jahren galt sein besonderes Engagement dem Verhältnis zwischen Deutschland und Israel. Johannes Gerster war Leiter des Jerusalemer Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und Mitglied des Kuratoriums der Israelstiftung in Deutschland.

 

Nicht ganz unerwähnt sollte bleiben, dass er bei der Mainzer Ranzengarde als Ehrengeneralfeldmarschall geführt wird.

 

Am 21. Oktober 2020 ist er um 19:00 Uhr unser Gast in der virtuellen Themenrunde des Mainzer Presseclubs. Wir freuen uns auf das Gespräch!

 

(Aufgrund der aktuellen Situation findet die Themenrunde virtuell statt.)

 


Bei dieser Veranstaltung können Sie...

...nur zuschauen

...beim Livestream am 21.10. ab 19:00 Uhr.



...oder mitdiskutieren

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